Hepatitis
C Viren werden hauptsächlich über Blutkontakte übertragen. Anders
als bei der Hepatitis
Bscheinen
Infektionen über andere Körperflüssigkeiten nur selten zu
erfolgen. Bis vor einigen Jahren dürften Blutübertragungen aus
Blutkonserven in den Industrieländern die häufigsten Infektionsquellen
der Hepatitis C gewesen sein. Heute ist das Risiko einer Übertragung
durch Blutkonserven durch die regelmäßige Überprüfung minimiert.
So geht man davon aus, dass lediglich noch eine von 62.000 Blutkonserven
mit Hepatitis C infiziert ist. Das Risiko einer Infektion über
Blutkonserven liegt damit bei etwa 1:50.000. Eine sichere Bestimmung
des Ansteckungsweges ist wie bei den meisten Neuinfektionen nicht
möglich.
Eine verstärkte Bedeutung hat die Übertragung unter intravenösen
Drogenabhängigen,
wobei mangelnde Hygiene und vor allem der wechselseitige Austausch
von unsauberen Injektionsnadeln ein wesentlicher Grund sein dürften.
Die Infektionswahrscheinlichkeit bei Sexualkontakten ist dagegen
eher gering und wird wesentlich durch die verwendeten Sexualpraktiken
bestimmt. Allerdings steigt das Risiko des Ehepartners eines an
Hepatits C Erkrankten, ebenfalls an Hepatitis C zu erkranken,
im Laufe der Ehejahre deutlich an. Der Anteil der beruflichen
Infektionen ist eher niedrig. Jedoch gibt es zunehmend gesicherte
Berichte über Hepatitis-C-Infektionen durch Nadelstichverletzungen.
Auch ist eine Patientengefährdung durch Hepatitis-C-positive Ärzte
beschrieben worden. Für Kinder von Hepatitis-C-positiven Müttern
wird ein Übertragungsrisiko von allenfalls 10 % genannt.