|
Therapie
Stressinkontinenz Ist die Ursache eine schwache Beckenbodenmuskulatur, hilft neben einer eventuell nötigen Gewichtsreduktion aktives Training der Muskulatur. Tägliche Gymnastik zunächst mit fachlicher Anleitung, später auch allein, strafft die Beckenbodenmuskulatur, stärkt den Schließmuskel und richtet die Harnröhre wieder auf. Unterstützend wirkt physikalische Therapie. Tritt nach einigen Monaten kein befriedigender Behandlungserfolg ein, wird man über eine operative Intervention nachdenken müssen. Liegt eine Blasensenkung vor, ist ebenfalls Beckenbodentraining  das erste Mittel der Wahl. Bei schweren Formen ist eine Korrektur der Lage der Blase durch Operation angezeigt. Ist die Schwächung des Harnröhrenverschlusses durch die Wechseljahre bedingt, kann medikamentöser Ersatz der fehlenden Östrogene (verschreibungspflichtig) die Beschwerden beseitigen; dies aber sollte nur unter fachärztlicher Kontrolle erfolgen (Frauenarzt). |
|