|
|
|
|
 |
 |
|
Das A und O bei der Behandlung der Hämorrhoiden ist weicher und regelmässiger Stuhlgang. Er kann erreicht werden durch ballaststoffreiche Ernährung (Salate, Gemüse, Obst, Vollkornprodukte) und ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Wenn herausgetretene Knoten und Risse der Analschleimhaut vorliegen, kann sich der Schliessmuskel des Afters verkrampfen. Die Stuhlentleerung ist dann mit starken Schmerzen |
|
 |
|
verbunden. In dieser Situation können örtlich angewendete krampflösende Zäpfchen (Spasmolytika) helfen. |
|
Haben sich die kleinen Knötchen entzündet oder haben sich sogar schon Ekzeme gebildet, kommen entzündungshemmende Salben zur Anwendung. Diese Mittel enthalten entzündungshemmende Kortikosteroide und Schmerzmittel. Ein Dauergebrauch dieser Mittel kann jedoch zu einer Pilzerkrankung des Mastdarms und des Afterbereichs führen. Gelegentlich können sich die Knoten spontan zurückbilden respektive von selbst veröden und sogar abfallen. Manchmal heilen verdickte Hämorrhoidalknoten auch zu unauffälligen Hautlappen ab (Marisken). Nach Abklingen der Entzündung können Hämorrhoiden auch verödet oder durch das Überstülpen eines Gummibandes von der Blutversorgung abgeschnitten werden, bis sie abfallen (Gummibandligatur). Bei besonders ausgeprägten Beschwerden und eingetretenen Komplikationen hilft ein operativer Eingriff, bei der die Hämorrhoiden entfernt werden. Da die Hämorrhoiden meist als Folge einer anlagebedingten Bindegewebsschwäche entstehen, kommt es allerdings häufig zu Neubildungen, so dass nicht selten wiederholte operative Eingriffe notwendig werden. Bei Hämorrhoidalabszess wird mit einem Skalpell unter Vollnarkose der Eiter abgelassen. Dieser Eingriff dauert nicht länger als fünf Minuten, die Nachbehandlung hingegen mehrere Wochen. Die Haut darf bei Infektionen nämlich nicht zugenäht werden, weil der Abszess sich sonst wieder entzünden könnte. Die Wunde wird offen gelassen und täglich der Verband gewechselt. Dei Heilung erfolgt von innen nach aussen. Diese Form der Wundheilung wird sekundäre Wundheilung genannt. |
|
 |
|
|