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Arten und Ursachen von Haarausfall

Mann mit HaarausfallDer allgemeine Haarausfall (Alopecia androgenetica) betrifft vor allem Männer. Er setzt als vorzeitiger Haarverlust (Alocepia praematura) zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr an Stirnecken ("Geheimratsecken") und Haarwirbel ("Tonsur") ein. Die Haare fallen vermehrt aus, werden nicht mehr so lang, sind dünner und ohne Glanz. Nach dem Ausfall der nachgebildeten Wollhaare bleibt entweder ein seitlicher oder hinterer Haarkranz ("Stirnglatze") oder die gesamte Kopfhaut bildet sich zur haarlosen Glatze ("Calvities") um.
Als Ursachen gelten erbliche Anlagen, erhöhter Androgen-spiegel, möglicherweise auch die übermäßige Haarfettung ("Seborröh") . Als begrenzter Haarausfall kann diese Form auch bei Frauen in der Menopause auftreten (vermehrte Androgenbildung).

Der kreisrunde Haarausfall (Alocepia areata, Pelade) besteht in einer spontanen Lockerung der Haare innerhalb scharf begrenzter rundlichen Bezirken ohne Veränderung der Kopfhaut. Durch Ausbreitung und Verschmelzung der Herde können größere Flächen, im Extremfall auch sämtliche Kopfhaare und andere Körperhaare sowie in Form einer Dystrophie ("Fehlwuchs") auch die Fingernägel betroffen sein. Nach 4-6 Monaten wachsen die Haare meist wieder nach (zunächst weiß).
Als Ursachen werden allergische Reaktionen, innersekretorische Veränderungen oder nervös bedingte Ernährungsstörungen der Haarwurzel vermutet.

Eine äußerlich ähnliche Erscheinung stellt der narbige oder atrophische Haarausfall (Alocepia atrophicans) dar. Aufgrund verschiedener Hautkrankheiten (z.B. Erythematodes, Lichen ruber) kommt es vor allem in der Scheitelgegend zu dauerndem Haarschwund.

Der kleinfleckige Haarausfall (Alocepia parmivaculata) wird durch eine teils epidemisch bei Kindern auftretende infektiöse Entzündung ("Haarbalgentzündung’) hervorgerufen und führt zu unregelmäßigen, linsengroßen Kahlstellen.

Der symptomatische Haarausfall (Aloplecia symptomatica diffusa) tritt als Begleiterscheinung verschiedener Infektionskrankheiten (z.B. Typhus, schwere Grippe), chronischen Erkrankungen (u.a. Eisenmangelanämie, Geschwulstbildungen), hormoneller Störungen (Schilddrüsen- Hypophysenerkrankung), bei Vergiftungen (Arsen, Quecksilber, Thallium), als Nebenwirkung von Arzneimitteln (v.a. zytostatische und gerinnungshemmende Mittel) oder in einer Strahlenbehandlung auf. Der symptomatische Haarausfall ist in der Regel rückbildungsfähig.

Auch anhaltende mechanische Schädigung durch Druck, Zug oder Reibung (z.B. Tragen von Lasten, langes Liegen oder straffe Frisuren) können Haarausfall verursachen.

Zu den Haarkrankheiten, die durch Pilzinfektionen der Haut hervorgerufen werden zählen im besonderen Maße Erbgrind, Mikrosporie und Triophytie.

 

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Haarverlust beim Mann

 

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Therapie gegen Haarverlust

 

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