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Funktion des Eisens
Der Eisenbestand unseres Organismus liegt in verschiedenen Formen vor. Der größte Teil des Eisens (70%) kommt in unserem Körper gebunden an Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, vor. Die Hauptfunktion des sogenannten Hämeisens ist es, als Bestandteil von Hämoglobin Sauerstoff zu allen Geweben und Organen unseres Körpers zu transportieren. Ein Gramm Hämoglobin enthält ungefähr 3,4 mg Eisen. Ein 70kg schwerer Mann mit 15g Hämoglobin pro 100ml hat bei einem Gesamtblutvolumen von ungefähr 5 Litern in seinem Körper also 2,55g an Hämoglobin (den roten Blutfarbstoff) gebundenes Eisen.
Für schlechte Zeiten speichert unser Körper ungefähr 1/5 des vorhandenen Eisens als Depoteisen vor allem in den Zellen des Knochenmarkssowie auch der Leber, der Milz und anderer Gewebe. Die körpereigenen Eiweiße, mit denen Eisen die Speicherform bildet wird, nennt man Ferritin und Hämosiderin. Als sogenanntes Funktionseisen sind weitere 12% unserer Eisenkapazität gespeichert. Es ist ein unerlässlicher Bestandteil wichtiger Enzyme und befindet sich in unseren Muskeln unter der Bezeichnung Myoglobin. Myoglobin ist der dem Hämoglobin sehr ähnliche rote Muskelfarbstoff. Es ist ein Eiweiß, das im Vergleich zu Hämoglobin eine sehr viel höhere Anziehungskraft zu Sauerstoff besitzt und so als Sauerstoffspeicher im Muskelgewebe dient. Ist das Eisen nicht gespeichert oder in irgendeiner Form gebunden, spricht man vom Transporteisen. Transportiert das Eisen durch ein Eiweiß, das Transferrin. Obwohl nur der minimale Anteil von 0,1% des gesamten Körpereisens in dieser Form vorliegen, erfüllt es eine zentrale Funktion: Abhängig vom Eisenangebot durch die Nahrung und dem Verbrauch durch den menschlichen Organismus wird das Eisen mit Hilfe des Transferrins zu den Eisenspeichern transportiert oder aus ihnen mobilisiert. |
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