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Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS)

Symptome der ADHS

Als Hauptsymptome der ADHS-Störung sind altersunabhängig folgende Symptome immer vorhanden:

  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörung
  • Störung der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung
  • Störung der Gedächtnisbildung (= Abspeicherung, „Vernetzung")
    Diese Menschen sind also leicht ablenkbar, bleiben nie bei der Sache, führen nichts zu Ende, haben keine Ausdauer, hören nicht zu, vergessen rasch, lernen nicht aus begangenen Fehlern, haben Mühe Strategien zu entwickeln, etc. etc...

Als fakultative Symptome einer ADHS (durch mangelhafte Steuerungsmöglichkeiten) stehen im Vordergrund:

  • Motorische Hyperaktivität (kann auch fehlen!)
    Dauernde (evtl. auch nur innere) Rastlosigkeit, ziellose Hyperaktivität, kein Stillsitzen, andauernde Zappeligkeit, evtl. verstärkter Rededrang, Nägelknabbern, Bemalen von Hefträndern, Beknabbern von Bleistiften, etc. etc...
  • Impulsivität
    Unvorhersehbares, unberechenbares Verhalten (Unfallgefahr!), kaum gedacht - schon getan!
  • Erregbarkeit, Irritierbarkeit
    Frustrationsintoleranz, starke Stimmungsschwankungen, Empfindlichkeit gegenüber Kritik, rasches Weinen, große Störanfälligkeit, Wutausbrüche, Aggressivität
  • Mangelhafte emotionale Steuerung
    Zunehmende Selbstwertstörung, dysphorisch bis suizidal, fehlendes oder übersteigertes Einfühlungsvermögen, mangelnde Realitätskontrolle, Mutlosigkeit, Verleugnung von Schwierigkeiten, mangelnde Körperpflege, lange Zeit unreifes und kindisches Verhalten
  • Dissoziales Verhalten
    Außenseiter, wenig Freunde, Streitsüchtigkeit, Schlagen und Raufen, Klassenclown, destruktiv bis kriminelles Verhalten (evtl. in Banden)

Alle diese Primär-Symptome sind unterschiedlich ausgeprägt und sollten beim ADS-Patienten in der Regel vor dem 7. Lebensjahr aufgetreten sein und während mindestens 6 Monaten angedauert haben. Ähnlich imponierende, vorrübergehende und meist reaktive Teilstörungen sind bekanntlich häufig und müssen von einem ADS deutlich abgegrenzt werden!

Bei starker Ausprägung und Andauern dieser Primär-Symptome kann es im weiteren Verlauf häufig zu den folgenden (z.T. reaktiven) Sekundär-Symptomen kommen:

  1. Lern- und Leistungsstörungen:
    Störverhalten, fehlende Arbeitshaltung, Disziplinprobleme oder auffallend braves Kind, das nicht stört (v.a. Mädchen), Vermeidungsverhalten bis zum Schuleschwänzen, Rechtschreib- und Leseprobleme, seltener Probleme beim Rechnen, schlechtes Schriftbild, lückenhaftes Verfolgen des Unterrichtes, Vergessen von Hausaufgaben, Bedürfnis nach sehr viel Zuwendung von Lehrern und Eltern
    Die Leistungen entsprechen also nie der eigentlichen Intelligenz. Sehr intelligente Kinder können überdies ihre ADS-Primärsymptome bis ins Gymnasium oder Berufsleben kompensieren.
  2. Teilleistungstörungen:
    Auf Grund von akustischen (Gehör) oder visuellen (Augen) Wahrnehmungsstörungen und Koordinationsstörungen bereits primär zusätzlich vorhanden oder sekundär verstärkt.
  3. Schwere sekundäre bzw. reaktive Verhaltensstörungen:
    Störung der sozialen und familiären Interaktion und Integration (evtl. auch verstärkt, wenn ein Elternteil selbst ein unbehandeltes ADS aufweist), soziale Isolierung, später gehäuft Alkohol- und Drogenmissbrauch (Selbstheilungsversuch mit falschen Mitteln?), Kriminalität, reaktive Depression, außerordentlich stark vermindertes Selbstwertgefühl.

Durch persistierende Misserfolgserlebnisse kann es zu einem eigentlichen Teufelskreis kommen.

 

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