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Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung
(ADHS)
Ernährung bei
ADHS
Relativ neu
ist ein Behandlungsansatz mittels Nährstofftherapie. Dabei
werden neben den Medikamenten Omega-3-Fettsäure, Omega-6-Fettsäure,
Magnesium, Zink und Vitamin E als Lebensmittel- oder Nahrungsergänzungspräparate
gegeben. Ebenfalls wird empfohlen, den Konsum von Lebensmitteln
mit hoher glykämischer Last zu vermeiden und möglichst
proteinhaltige und kohlenhydratreiche Nahrung zu verzehren.
Die Wirksamkeit
der Methode wird von Experten angezweifelt. Schädliche Auswirkungen
sind immerhin nicht zu befürchten.
In neuerer Zeit wurde eine Studie darüber erstellt, ADS-betroffene
Erwachsene mit Nikotinpflastern zu behandeln. Hierbei trat eine
deutliche Besserung der Symptomatik auf. Dies könnte erklären,
warum viele ADS-Betroffene so früh mit dem Rauchen beginnen.
Die Oligo-Antigene
Diät ist ursprünglich ein Verfahren zur Behandlung von
Neurodermitis und wirkt in 10-20% der Fälle auch bei ADS-Betroffenen.
Hierbei wird die Ernährung bei ADS-Patienten vier Wochen
lang auf eine Diät aus allergisch unbedenklichen Nahrungsmitteln
umgestellt.
Kommt es
zu einer Besserung der Symptome, so werden nach und nach im Viertagesrhythmus
weitere Nahrungsmittel zugesetzt und geprüft, ob sich die
Symptomatik wieder verschlechtert, danach wird dieses Nahrungsmittel
vollkommen ausgesetzt. Nach einiger Zeit soll sich so zeigen,
welche Nahrungsmittel beim Patienten unbedenklich sind.
Besteht der
Verdacht auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, können
Sie ausprobieren, ob sich der Bewegungsdrang bessert, wenn Sie
dem Kind zum Beispiel Vollkorn- statt Weißmehlprodukte geben
oder auf raffinierten weißen Zucker ganz verzichten (also
auch auf Süßigkeiten, zuckerhaltige Limonade, Kuchen,
Schokolade, Instantkakao und Ähnliches) und stattdessen die
Gerichte mit Honig oder Vollrohrzucker (Ursüße) süßen.
Wenn sich das Verhalten vier Wochen nach Umstellung der Ernährung
nicht deutlich gebessert hat, sollten Sie die Diät abbrechen.
Wenn eine echte Nahrungsmittelallergie nachgewiesen werden kann,
muss das Nahrungsmittel dauerhaft vermieden werden.
ADHS
und Homöopathie
Die Homöopathie
ist eine ganzheitliche Methode. Sie sieht den Menschen in seiner
Gesamtheit. Es werden hier sämtliche Eigenheiten und Symptome
des Patienten festgehalten, wie z. B. Ängste, Schlafverhalten,
Abneigungen, starke Nervosität u.v.m.
Die Homöopathie behandelt nicht die Krankheit im näheren
Sinn, sondern den Menschen selbst. In der Anamnese erkennt der
Therapeut eine Vielzahl von Symptomen, die er nach einer ganz
bestimmten Methode (Repertorisation) auswertet. Aus dieser Auswertung
ergibt sich dann ein homöopathisches Mittel, was das Kind
in "geordnete Bahnen" bringt.
Mit der homöopathischen
Behandlung sind fast immer Besserungen des Gesamtzustandes zu
erreichen, wenn die Einnahme des Mittels konsequent nach den Anweisungen
des Therapeuten eingehalten wird. Viele Kinder fühlen sich
bei dieser Behandlung sehr wohl, da sie so sein können/dürfen,
wie sie sind.
Verlauf und Prognose
Es ist wichtig,
dass die Betroffenen konsequent, regelmäßig
und langfristig angemessen behandelt und betreut werden. Ansonsten
haben viele Betroffene auch im Erwachsenenalter noch Probleme:
Bei zehn Prozent der ADHS-Kinder bleibt das Krankheitsbild später
vollständig erhalten; 35 Prozent klagen über die Lebensqualität
einschränkende Beschwerden; bei den meisten verbleiben Restsymptome.
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