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Ursachen
Ohne ausgeklügeltes Abwehrsystem hätte der Mensch kaum ein Chance, zu überleben: In kürzester Zeit wäre er Opfer von krankheitserregenden (pathogenen) Viren, Bakterien, Parasiten oder schädlichen Stoffen. Das Immunsystem – ein komplexes und noch nicht völlig enträtseltes Netzwerk von hochspezialisierten Zellen und Biomolekülen – schützt sehr effektiv vor Angriffen dieser Art: Es erkennt unwillkommene Eindringlinge und Fremdstoffe und bekämpft sie. Eine Allergie entsteht dann, wenn das Immunsystem überreagiert und sich plötzlich auch gegen Stoffe richtet, die keine Bedrohung für die Gesundheit darstellen und in der Umwelt bzw. Nahrung vorkommen. Solche Überempfindlichkeitsreaktionen können durch eine Vielzahl unterschiedlicher Stoffe wie z. B. Pflanzenpollen, Tierhaare, Hausstaubmilben, Insektengifte, Medikamente, Nahrungsmittel, Konservierungsstoffe und Chemikalien ausgelöst werden.
Die erste Stufe einer allergischen Reaktion ist die Sensibilisierung, zu der bereits ein einmaliger Kontakt mit der Allergie-auslösenden Substanz, dem Allergen, genügen kann. In den Atemluftwegen oder anderen Geweben trifft das Allergen auf einen bestimmten Zelltyp, die Makrophagen, und wird von diesen in kleine Bruchstücke zerlegt. Durch Signalstoffe angeregt produzieren daraufhin bestimmte Immunzellen – die B-Lymphozyten (oder B-Zellen) – große Mengen eines Eiweißes (Proteins), die sogenannten IgE-Antikörper, die genau auf die Struktur des Allergens passen und sich mit ihm verbinden können. Ein großer Teil der IgE-Antikörper sammelt sich auf der Oberfläche von speziellen Zellen, den Mastzellen und Granulozyten. |
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