Leben
unter einer schwarzen Wolke während ringsherum die Sonne scheint. Und keine
Hoffnung, dass sich das jemals ändert. So lässt sich das Erleben eines Menschen
beschreiben, der unter Depressionen leidet.
Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und Kraftlosigkeit sind allein in Deutschland die ständigen Begleiter von Millionen von Menschen. Etwa 800.000 Menschen kommen jährlich hinzu. Weltweit wird
die Zahl depressiv Erkrankter auf mehr als 100 Millionen geschätzt. Sie müssen nicht nur mit ständiger Niedergeschlagenheit und dem Verlust an Lebensfreude zurechtkommen, sondern leiden auch unter vielfältigen körperlichen Symptomen, die von Schlaflosigkeit über Appetitstörungen bis zu Schmerzzuständen reichen. Viele Depressionen werden nicht als solche erkannt und setzen sich über Jahre und Jahrzehnte fort. Oder enden abrupt: Depressionen sind die häufigste Ursache für Selbsttötungen, die hierzulande mit jährlich mehr als 10.000 Opfern inzwischen mehr Menschenleben fordern als der Straßenverkehr. Dabei ist die Lage alles andere als aussichtslos, denn mit der richtigen Therapie kann mehr als 80% der Erkrankten geholfen werden. Fachgerecht behandelt wird derzeit aber weniger als die Hälfte der Betroffenen.