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Als reaktiv werden auch Depressionen bezeichnet, deren Auslöser eine nachvollziehbare psychische Überlastung durch Konflikte in der Familie und im Berufsleben oder durch finanzielle Probleme ist. Reaktive Depressionen haben ebenso wie leichtere depressive Verstimmungszustände verhältnismäßig gute Heilungschancen. Depressionen treten auch häufig im Gefolge einer schweren Erkrankung auf. Besonders gefährdet sind Patienten mit chronischen Schmerzen, mit Parkinson-Syndrom, Diabetes mellitus und Demenz, sowie Krebspatienten und Herz-Kreislauf-Kranke. Die besorgniserregendste Form der Depression ist jene, die scheinbar ohne äußere Gründe auftritt und schnell zur erheblichen Einschränkung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit führt. Dieser Erkrankungstyp wird zumeist als von innen kommende (endogene) Depression bezeichnet und ist häufig wiederkehrend (rezidivierend). Mehr noch als bei anderen depressiven Formen (s.u.) wird hier eine Störung im Gehirnstoffwechsel, nämlich ein Mangel an den Botenstoffen (Neurotransmittern) Noradrenalin und Serotonin angenommen. Wie bei vielen anderen psychischen Erkrankungen auch scheint sich das Risiko, an einer Depression zu erkranken, teilweise zu vererben. Dies legen Untersuchungen nahe, in denen unter Familienmitgliedern der Patienten gehäuft Depressionen und andere Gemütserkrankungen (affektive Störungen) gefunden wurden. Neben den geschilderten Depressionsformen lassen sich noch einige Sonderformen unterscheiden. |
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