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Ursachen/Risikofaktoren
Die typische Depression gehört nach Einordnung der Mediziner zu dem Formenkreis der Gemütskrankheiten (affektive Störungen) und wird als "unipolare Depression" bezeichnet. Sie beginnt meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr, Frauen und Männer erkranken in einem Verhältnis von 2:1. Treten außer den Symptomen der Niedergeschlagenheit, Antriebsarmut und Interesselosigkeit auch Phasen grundlos und übermäßig gehobener Stimmung (Manie) auf, lautet die Diagnose "bipolare Störung". Die reine Manie ("übertriebene Hochstimmung")ohne depressive Phase ist sehr selten. Die echte Depression entsteht meist aus dem Zusammenwirken mehrerer Faktoren. Hierzu zählen Veranlagung, Kindheitserfahrungen und äußere lebensgeschichtliche Faktoren. Als Auslöser einer depressiven Episode – nur in weniger häufigen Fällen als ihre Ursache – wirken meist psychisch belastende Ereignisse oder Überforderungssituationen. Eben diese selteneren Fälle, in denen die Depression unmittelbar nach einem einschneidenden Lebensereignis, wie dem Tod des Partners oder Kindes auftritt, werden "reaktiv" genannt. Die Gedrücktheit übersteigt dabei die von Ausmaß und Dauer als "normal" geltende Trauer- oder Bewältigungsreaktion. |
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