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Bei Störungen des Gleichgewichts, sei es weil die vorhandenen "guten" Bakterien stark vermindert werden oder weil der Körper von aussen mit besonders vielen krankmachenden Mikroben überschwemmt wird, kann es zur Vermehrung von unerwünschten oder ungünstigen Mikroorganismen, wie z.B. der Hefe Candida albicans kommen. Candida nutzt diese Balancestörung im Darm und schafft selbst ein Milieu, das das eigene Wachstum noch fördert und die nowendigen nützlichen Mikroorganismen verdrängt oder abtötet. Über die Beeinflussung von Immunbotenstoffen schwächen sie das Immunsystem und verursachen die genannten Beschwerden. Langfristig kann sich der Körper nicht mehr gegen die Besiedelung wehren. Die Hefepilze durchdringen die Darmwand und gelangen über das Blutgefäßsystem in den gesamten Organismus. Ist die Darmflora gesund, haben Hefepilze kaum Chancen sich auszubreiten. Wenn aber durch eine vorausgegangene Antibiotikatherapie mit den unerwünschten auch die "guten Darmbakterien" vernichtet wurden, gewinnen Hefepilze die Oberhand und besetzen die freigewordenen Plätze in der Darmschleimhaut. Auch eine Behandlung mit Zytostatika, wie sie Krebspatienten brauchen, oder eine andauernde Kortisonbehandlung, wie sie zum Beispiel bei Rheumapatienten notwendig sein kann, ist für die Hefepilze von Vorteil. In beiden Fällen wird das Immunsystem unterdrückt und ohne dessen Wirken haben Hefen leichtes Spiel. Frauen, die häufig mit Scheidenpilzinfektionen zu kämpfen haben, sind ebenfalls gefährdeter, eine Infektion des Darms zu bekommen. |
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