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Bluthochdruck in der Nacht

 

Frage:

Es geht um eine 81-jährige Patientin. Sie nimmt Delix 5mg, Dilatrend 12,5mg und Norvasc, ferner Bromazanil 6 mg und als Ersatz für Unatcor Torasemid.
Besonders bei zunehmendem Mond klagt die Patientin über extreme Bluthochdruckschwankungen und hat Ausreißer von über 200/70 mmHg. ein Herzklappenfehler soll lt. Arzt den niedrigen zweiten Wert erklären.
Bei diesen Attacken nimmt sie Aprical Lösung. Das Paradoxe ist, dass der Blutdruck tagsüber noch einigermaßen steuerbar ist, aber nach ca. 4 Studen Nachtruhe bereits wieder steigt. Kochsalzzufuhr wurde bereits drastisch gesenkt, Patientin isst praktisch ungesalzene Kost, trinkt ausreichend und hat weder Übergewicht noch Diabetes. Das EKG wurde auch heute wieder als unverdächtig bezeichnet, trotz heftigster Schmerzen im Arm während der Nacht.
von Dieterli am 26.10.2004 20:46

Experten-Antwort:

Es macht keinen Sinn, nachts den Blutdruck zu messen. Denn entweder schläft der Patient, dann soll man ihn nicht wecken, oder er ist schlaflos, unruhig, besorgt, macht sich Gedanken oder hat Schmerzen, was zu einem Blutdruckanstieg infolge der seelischen Anspannung führt. Sofort nach dem Einschlafen ist er wieder normal. Deshalb ist es auch unsinnig, Aprical zu geben, der Blutdruck geht von allein wieder runter und kann durch Aprical höchstens zu stark abfallen. Wenn überhaupt, behandelt man nicht den erhöhten Blutdruck, der nur die Folge der Aufregung oder der Schmerzen ist, sondern die Ursache des erhöhten Blutdruck, nämlich Unruhe, Angst, Anspannung oder die Schmerzen. Ganz offensichtlich hat der Hausarzt Aufregungs- und Angstzustände der Patientin bereits durch die Verordnung von Bromazanil zu behandeln versucht. Ofenbar hat er auch an eine Angina pectoris gedacht und deshalb ein EKG gemacht, ist aber afugrund des Gesamtbefundes zum Ergebnis gekommen, dass es sich nicht um eine Angina pectori handelt.
Entscheidend ist, ob der Blutdruck tagsüber – in körperlicher und seelischer Ruhe gemessen – normal oder erhöht ist. Ausreißer werden nicht bewertet. Da der untere Wert völlig normal ist, darf der obere Wert bei einer Patientin im Alter von 81 Jahren höher sein.


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