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Blutdrucksenkung nach Schlaganfall


Frage:

Ende 2002 hatte mein Mann einen leichten Schlaganfall durch plötzlich sehr hohen Blutdruck. Es wurde kein anderer Grund gefunden. Seitdem muss er folgende Medikamente einnehmen: Metoprolol 100, HCT-Beta 25, Felodipin 10 mg, Cynt 0,4 und ASS 100. Im Laufe der Zeit sind einige Nebenwirkungen aufgetreten wie Magenprobleme, erhöhter Kreatinin-Wert und Potenzstörungen. Der Blutdruck liegt im Schnitt bei 120/70. Der Hausarzt überwacht und ist zufrieden.
Meine Frage: Können die Tabletten reduziert werden oder müssen sie immer in dieser Menge genommen werden?
von Kitty am 16.07.2004 10:36

Experten-Antwort:

1. Wenn bei einem Patienten mit Bluthochdruck bereits ein Schlaganfall aufgetreten ist, muss man den Blutdruck besonders konsequent und zuverlässig in einen möglichst niedrigen Normalbereich senken. Ein Wert von 120/70 mmHg ist hier optimal.
2. Die Nebenwirkungen kommen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht von den Medikamenten. Magenbeschwerden können zwar durch Acetylsalizylsäure (ASS) verursacht werden, aber bei Tagesdosen von nur 100 mg ist das sehr selten. Potenzstörungen treten selten nach Hydrochlorothiazid (HCT-Beta) auf. Der Kreatininanstieg hat mit den genannten Medikamenten nichts zu tun.
Ihr Mann muss folgendes bedenken: Sind die Beschwerden so schlimm, dass er dafür eine notwendige und sehr erfolgreiche Behandlung, die ja einem weiteren Schlaganfall vorbeugen soll, ändern möchte bzw. muss? Wenn er dies bejaht, dann soll er in Absprache mit dem Hausarzt überlegen, ob er versuchsweise für 4 – 6 Wochen das ASS 100 durch das (sehr viel teuere) Medikament Clopidogrel und das HCT-Beta durch einen ACE-Hemmer ersetzt. Wenn die Beschwerden innerhalb dieser Zeit nicht verschwinden, sind sie nicht durch die Medikamente verursacht und ihr Mann sollte wieder zu den alten Medikamenten zurückkehren.
3. Wenn der Blutdruck ein Jahr lang immer bei 120/70 mmHg war, kann der Hausarzt unter engmaschiger Blutdruckkontrolle ein Medikament (am ehesten Cynt oder Felodipin) versuchsweise absetzen. Wenn der Blutdruck gut bleibt, kann ihr Mann auf das Medikament verzichten. Wenn er ansteigt, ist das Medikament notwendig und er muss es wieder nehmen.

 
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