| Bluthochdruck:
Therapie
Die Behandlung
der essentiellen Hypertonie erfolgt auf mehreren Ebenen. Erstes Ziel
ist die Aufgabe bzw. Reduzierung schädlicher Lebensgewohnheiten wie Überernährung,
Rauchen, hoher Alkohol- und Kaffeekonsum. Mit körperlichem Training, Senkung
des Übergewichts, Ernährungsumstellung (kochsalzarme Diät = weniger als 3
g Kochsalz pro Tag), und Stressabbau (evtl. Entspannungsverfahren) kann bei
leichten Erhöhungen des Blutdrucks schon viel ausgerichtet werden.
Der Hochdruckkranke sollte sich körperlich fit halten, aber nicht bis an die
Grenze der Leistungsfähigkeit trainieren. Mindestens zweimal wöchentlich sollte
ein leichtes körperliches Training erfolgen. Ausdauersportarten (Schwimmen,
Wandern, Laufen, Radfahren, etc.) sind dabei gegenüber Kraftsportarten zu
bevorzugen. Insbesondere sollte jede Körperanspannung, die mit einem Anhalten
des Atems („Pressen) verbunden ist, vermieden werden, da dadurch der Blutdruck
in die Höhe getrieben wird. Kleiner
Tipp: Wo immer es möglich ist, benutzen Sie statt der Rolltreppe oder des
Aufzugs die Treppe!
Achtung: Auch Saunabesuche können starke Blutdruckanstiege verursachen. Wurde
bereits ein Bluthochdruck diagnostiziert, muss der Arzt befragt werden.
Wenn diese Maßnahmen alleine nicht ausreichen, erfolgt eine medikamentöse
Behandlung mit blutdrucksenkenden (antihypertensiven) Mitteln. Sie wird auf
den einzelnen Patienten (nach Alter, Schweregrad, Begleiterkrankungen, Beruf,
etc. abgestimmt. Antihypertensiva existieren in großer Vielfalt.
Zusätzlich zu den ärztlichen Kontrollen sollte der Patient seinen Krankheitsverlauf
selbst überwachen, indem er/sie zu Hause die Blutdruckselbstmessung durchführt.
Die Ergebnisse können in einen Blutdruckpass eingetragen werden. Anfängliche
Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Leistungsschwäche und gelegentlicher Schwindel
sind zu Beginn der medikamentösen Blutdruckbehandlung häufig. Sie vergehen
aber meist nach wenigen Wochen, wenn sich der Körper an den niedrigeren Blutdruck
gewöhnt hat.
Bei einer Schwangerschaft erhöht ein unbehandelter Bluthochdruck sowohl die
Gefahr für die Mutter als auch für das Kind. Eine strenge Kontrolle des Blutdrucks
während der Schwangerschaft und eine geeignete Hochdruckbehandlung können
die Risiken für Mutter und Kind senken. |