| Bluthochdruck:
Erkennung und Untersuchungen
Ist
der Blutdruck im Ruhezustand bei wiederholten Messungen an verschiedenen
Tagen erhöht, wird eine „Hypertonie" diagnostiziert. Ein normaler Blutdruck
reicht beim Erwachsenen bis zu Werten von 140/90 mmHg. Bei Werten zwischen
140/90
mmHg und 160/95 mmHg liegt eine Grenzwerthypertonie vor. Sind die Werte
bei mehrfachen Messungen ständig höher als 160/95 mmHg handelt es sich um
eine voll ausgebildete (manifeste) Hochdruckkrankheit. Bestehen starke Schwankungen
zwischen den einzelnen Messungen wird eine 24-Stunden-Blutdruckmessung
mit
einem tragbaren Gerät eingesetzt.
Spiegelung des Augenhintergrundes, Urin- und Blutuntersuchungen, Elektrokardiogramm
(EKG), Ultraschall des Herzens (Echokardiographie) und der Nieren und
evtl. Röntgenuntersuchungen dienen der Suche nach einer fassbaren Ursache der Blutdruckerhöhung
oder aber der Abklärung von bereits eingetretenen Spätschäden. Eine "essentielle
Hypertonie" (siehe auch Ursachen/Risikofaktoren)
darf nur diagnostiziert werden, wenn sekundäre Formen des Bluthochdrucks
nicht in Frage kommen.
„
Weißkittelhochdruck" ist die scherzhafte Bezeichnung für das Phänomen,
dass der Blutdruck nur bei der Messung in der Praxis oder durch den Arzt
erhöhte Werte ergibt. Es kommt durch Aufregung oder Unsicherheit zustande
und tritt bei der Selbstmessung oder der Langzeitmessung nicht auf. |