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Therapie

Voraussetzung für die richtige Therapie ist die genaue Kenntnis der Ursache mit Antibiotika oder Kortikosteroiden behandelt. Sind keine Bakterien an der Bindehautentzündung beteiligt, ist eine Behandlung mit Antibiotika nutzlos und begünstigt die Entwicklung von Resistenzen der Erreger. Kortikcsteroide erhöhen bei manchen Patienten den Augendruck, können die Hornhaut schädigen und Linsentrübungen verursachen.

Reizkonjunktivitis

Allergische Konjunktivitis

Fehlsichtigkeit

Infektiöse Konjunktivitis

Parasitäre Konjunktivitis

Reizkonjunktivitis
Zunächst ist es wichtig, den auslösenden Reiz zu kennen und ihn, wenn möglich, zu beseitigen.  Die weitere Behandlung ist schwierig. Bei einem "trockenen Auge" werden Tränenersatzmittel gegeben. Gefäßverengende Mittel (Vasoconstrictiva), welche die Rötung des Auges vermindern sollen und meist rezeptfrei zu erhalten sind, sind mit Vorsicht zu genießen und, wenn überhaupt, nur kurzzeitig anzuwenden. Bei Benutzung über einen längeren Zeitraum, kommt es nach Abklingen der gefäßverengenden Wirkung zu einer immer stärkeren Durchblutung der Gefäße, so dass wieder verstärkt getropft wird. Ein Teufelskreis beginnt, aus dem nur durch eine völlige Absetzung des gefäßverengenden Mittels ausgebrochen werden kann.

Allergische Konjunktivitis
Die genaue Kenntnis der allergieauslösenden Substanzen (Allergene)und der Möglichkeiten ihrer Ausschaltung ist wichtig. Hier sind der Internist und der Allergologe gefragt. Bei der Heuschnupfen-Konjunktivitis sollte an eine sogenannte Hyposensibilisierung gedacht werden, d. h. der Körper wird gegen die auslösenden Stoffe unempfindlicher gemacht: Geringe Mengen des auslösenden Stoffes werden in steigenden Konzentrationen unter die Haut gespritzt. Die weitere Behandlung ist lediglich symptomlindernd und geschieht durch gefäßverengende Mittel, Antihistamine, welche die allergische Reaktion abblocken, und in Notfällen durch Kortisontropfen.
Bei  der Bindehautentzündung bei Patienten mit Neurodermitis geht es mit einer ähnlichen symptomlindernden Therapie in erster Linie darum, den Patienten mit einem Minimum an Therapie beschwerdefrei zu halten. Eine Heilung ist nicht möglich.

Fehlsichtigkeit
Bei Fehlsichtigkeit wird der Arzt statt einem Medikament eine Brille verschreiben.

Infektiöse Konjunktivitis
Bakterielle Entzündungen lassen sich durch sogenannte Breitbandantibiotika (z.B. Gentamycin, Ecolicin), die gegen ein ganzes Spektrum von Erregern wirken, in Form von Augentropfen oder Augensalben wirksam behandeln. Sie beschleunigen den Heilungsverlauf der gewöhnlich nach 10 bis 14 Tagen von selbst heilenden Entzündung.
Bei Chlamydieninfektionen ist eine aufwendigere Behandlung über mindestens drei Wochen notwendig. Angewandt werden Tetrazykline als Augentropfen oder Augensalbe (z. B. Aureomycin) oder Erythromycin-Augensalbe. Die Chlamydien befinden sich nicht nur auf der Bindehaut, sondern in den Zellen aller Schleimhäute und werden durch intime Kontakte übertragen. Deshalb muss der Partner mit behandelt werden. 
Gegen die hochansteckenden Virusinfektionen (meist Adenoviren) gibt es kein direkt gegen Viren wirksames Mittel.
Am wichtigsten sind sorgfältige Hygienemaßnahmen bei Kontakt mit Infizierten, d.h. keine körperlichen Kontakte, häufiges Händewaschen, Benutzung getrennter Handtücher innerhalb der Familie etc. Die Maßnahmen des Augenarztes beschränken sich auf die Linderung der Symptome durch Tränenersatzmittel und gefäßverengende Tropfen. Kortisonhaltige Tropfen sollten vermieden werden - sie verstärken die Trockenheit, die ohnehin durch den Virusbefall der Lidrand- und Bindehautdrüsen besteht.

Parasitäre Konjunktivitis
Gegen die Flußkrankheit (Onchozertose) gibt es ein wirksames Mittel (Ivermectin), mit dem die Patienten halbjährlich mit einer Einzeldosis behandelt werden.Der afrikanische Augenwurm (Filaria loa) muss mechanisch mit einer Pinzette entfernt werden.

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