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Auswirkungen
Die meisten Formen der Bindehautentzündungen heilen bei Wegfall oder Beseitigung der Ursache nach einigen Tagen oder Wochen von selbst. Kritisch ist die Bindehautentzündung der Neugeborenen. Bei einer Infektion mit Gonokokken, die heute sehr selten geworden ist, kann ohne Therapie das Augenlicht des Neugeborenen verloren gehen. Durch Infektionen mit Chlamydien ausgelöste Bindehautentzündungen verlaufen sehr langwierig. Werden diese Infektionen nicht behandelt, so können Dauerschäden an der Hornhaut und der Innenseite des Oberlides entstehen. In tropischen Ländern verursachen Chlamydien die gefährliche Augenkrankheit "Trachom" (ägyptische Körnerkrankheit), die zur Austrocknung des Augapfels und zur Erblindung führen kann.
Die Selbstdiagnose "Bindehautentzündung" aufgrund eines "Roten Auges" kann in die Irre führen: Entzündungen anderer Augenteile (Regenbogenhaut, Hornhaut, Augenmuskel, Augenlider etc.) können die bestimmende Ursache einer Bindehautentzündung sein. Auch bei Hornhautverletzungen tritt zuweilen eine Rötung des Auges auf. Bei einem akuten Anfall von grünem Star (Glaukom), einer plötzlichen Steigerung des Augeninnendruckes, tritt ebenfalls ein "rotes Auge" in Verbindung mit Schmerzen, Sehstörungen, Übelkeit und Erbrechen auf. Hier ist eine Fehldiagnose besonders fatal: Unterbleibt der Gang zum Augenarzt, kann es innerhalb von Stunden zur Erblindung des Auges kommen. |
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