Die Bandscheibe ist eine Art Stoßdämpfer zwischen den Wirbelkörpern. Sie besteht aus einer gallertartigen Masse (Gallertkern, Bandscheibenkern, Nucleus ), die von einer stabilen Bindegewebshülle (Anulus fibrosus) umgeben ist. Reißt die Bindegewebshülle, so kann es zu einer Vorwölbung des Bandscheibenkerns aus dem Zwischenwirbelraum oder zur Abtrennung von Teilen des Bandscheibenkerns kommen. Dann besteht ein Bandscheibenvorfall (Prolaps).
Ist die Bindegewebshülle zwar noch intakt, aber schon etwas „ausgeleiert", kann sich der Bandscheibenkern nach außen „vorbuckeln", was ebenfalls sehr schmerzhaft ist. Dies wird als Bandscheibenprotrusion (Vorwölbung) oder oft auch als Hexenschuss (Lumbago) bezeichnet.
Am häufigsten betroffen von einem Bandscheibenvorfall oder einer -portrusion sind die letzte und vorletzte Lendenwirbelbandscheibe, seltener die Bandscheiben der unteren Halswirbelsäule. Meist treten solche Ereignisse zwischen dem 25. und 45. Lebensjahr auf..