Grundsätzlich stehen zwei Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung: Erstens die Ruhigstellung des Gelenkes in einem elastischen Stützverband oder durch einen Gips, was als konservative Therapie bezeichnet wird. Zweitens die operative Versorgung mit Bandnaht oder Bandersatz (Bandplastik). Welcher Therapieweg eingeschlagen wird, hängt nicht nur vom Ausmaß des Schadens ab, sondern auch davon, welches Gelenk betroffen ist und wie stark es in der Zukunft beansprucht werden soll. Im Anschluß an die Ruhigstellung folgt die frühzeitige Mobilisierung des Gelenkes unter krankengymnastischer Anleitung.
Bänderriss am oberen Sprunggelenk
Mit Abstand die meisten Bandverletzungen finden sich im oberen Sprunggelenk, welches Schien- und Wadenbein mit den Fußwurzelknochen verbindet. Die Haltebänder verlaufen an diesem Gelenk seitlich innen und außen. Der typische Unfallhergang ist das seitliche Umknicken des Fußes nach außen, wobei eines oder mehrere der 3 Außenbänder zerstört werden können. Entsprechend wird beim Umknicken nach innen das Innenband in Mitleidenschaft gezogen.