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Ursachen/Risikofaktoren
Meist beginnen Angststörungen kurz vor Überschreiten der Lebensmitte. Sie sind häufig vergesellschaftet mit anderen psychischen Störungen, insbesondere der Depression. Für die Entstehung der Angststörungen gibt es verschiedene Theorien, die aus der Psychoanalyse (Aufsteigen kindlicher Ängste und Konflikte) oder der Lerntheorie stammen (Angst ist eine erlernte Fehlreaktion, die auch wieder verlernt werden kann). Neben den bekannten psychologischen Mechanismen stehen heutzutage zunehmend biologische Faktoren im Zentrum der Angstforschung. So wird einerseits eine besondere Empfindlichkeit des vegetativen Nervensystems angenommen, durch die die körperlichen Zeichen der Angst "zu schnell" ausgelöst werden. Weiterhin wird eine gestörte Balance chemischer Botenstoffe im Gehirn, die der Übermittlung von Signalen zwischen Nervenzellen dienen (Neurotransmitter ), für die Entstehung von Angsterkrankungen verantwortlich gemacht. Beispiel für diese Botenstoffe sind das Serotonin und das Noradrenalin.
Auch genetische Faktoren scheinen einen gewissen Einfluss zu haben, da Angsterkrankungen unter Verwandten ersten Grades gehäuft auftreten. Ein einzelnes verantwortliches Gen wurde allerdings bisher nicht identifiziert. |
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