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Erkennung/Untersuchungen
Wie bei anderen psychischen Störungen auch, geht der Arzt von den berichteten oder beobachteten Symptomen aus, die der unter Leidensdruck stehende Patient präsentiert. Nicht selten stellen sich Patienten mit Angststörungen aber auch in der Notfallambulanz eines Krankenhauses mit "lebensbedrohlichen" Herzbeschwerden vor und werden nach Ausschluss einer körperlichen Ursache mit der Verdachtsdiagnose einer Angsterkrankung zum Hausarzt geschickt. Viele Ängste sind auch in der Normalbevölkerung anzutreffen. Eine Angststörung wird daher erst dann diagnostiziert, wenn Ausmaß und Häufigkeit der Angstzustände den Tagesablauf und die sozialen Aktivitäten beeinträchtigen oder starkes seelisches Leiden verursachen. Je nach Qualität der Angst und – so vorhanden – nach auslösenden Situationen wird die Diagnose einer Phobie, einer Panikstörung oder einer generalisierten Angststörung gestellt. Um besonders betroffene Lebensbereiche herauszufinden und die Stärke der Angststörung zu bewerten, kommen Persönlichkeitstests und Beurteilungsbögen (Ratingskalen) zur Anwendung. Wegen der außergewöhnlich hohen Rate von gleichzeitiger Erkrankung (Komorbidität) an anderen psychischen Störungen, wird jeder Patient mit Angsterkrankung auf das Vorliegen einer Depression, eines Alkohol- oder Medikamentenmissbrauchs, usw. untersucht. Da die meisten Angstpatienten über eine Vielzahl körperlicher Symptome berichten, müssen organische Erkrankungen durch entsprechende Untersuchungen ausgeschlossen werden. Dazu zählen in erster Linie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die ebenfalls zu Herzrasen, Herzstolpern, Ohnmachten, etc. führen können. Schwindelgefühle beispielsweise müssen auf einen möglichen neurologischen Ursprung hin untersucht werden. |
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