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Bei Angst vor Menschenansammlungen (Agoraphobie) hat der Kranke bereits Angst, wenn er das Haus verlassen und erst recht, wenn er sich auf öffentlichen Plätzen (Agora = Marktplatz) und in Menschenmengen bewegen soll. Meist verursachen jene Situationen Angstzustände, in denen eine Flucht oder eine schnelle Hilfe von Dritten zweifelhaft oder unmöglich ist. Für den Betroffenen ist sogar die Vorstellung, allein zu reisen, mit Angst behaftet. Agoraphobie tritt häufig in Verbindung mit einer Panikstörung auf und die Übergänge zur sozialen Phobie sind fließend. Bei der sozialen Phobie besteht eine heftige Furcht vor der vermeintlich prüfenden Betrachtung durch andere Personen. Typische Situationen, in denen Angstzustände mit Erröten, Händezittern, Übelkeit oder Drang zum Wasserlassen auftreten, sind beispielsweise in Gegenwart anderer zu essen oder zu trinken und vor anderen zu sprechen. Die Symptome können sich bis zu Panikattacke mit kopfloser Flucht steigern. Zugrunde liegt oft ein schwaches Selbstwertgefühl des Betroffenen und eine übersteigerte Empfindlichkeit gegenüber Kritik. Die "Lösung" des Betroffenen ist, alle entsprechenden Situationen zu vermeiden. Als heftigste Form der sozialen Phobie stellt sich die "generalisierte soziale Phobie" dar, bei der die Angst – wie der Name schon sagt – vor jeglichen Kontakten mit anderen Menschen besteht. Die Betroffenen können in schweren Fällen nicht mehr ihr Zuhause verlassen und führen ein Leben in fast völliger sozialer Abgeschiedenheit. |
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