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Kalte Wickel
Bei den kalten Wickeln unterscheidet man:
Wärmeentziehende Wickel Bei erhöhter Temperatur und zur Senkung von Fieber werden wärmeentziehende Wickel eingesetzt. Dabei wird ein in kaltes Wasser getauchtes Tuch nur leicht ausgedrückt (nicht ausgewrungen!) und an der entsprechenden Körperstelle angelegt. Sobald der Wickel die Körpertemperatur angenommen hat (in der Regel nach 15 bis 20 Minuten), ist die Wärmeabgabe beendet. Dann wird der Wickel abgenommen. Soll die Körpertemperatur weiterhin sinken, muss der Wickel erneuert werden. Friert der Kranke, muss man den Wickel sofort entfernen.
Wärmestauende Wickel Zur Beruhigung, Schlafförderung oder Steigerung des Stoffwechsels werden wärmestauende Wickel eingesetzt. Dabei wird das in kalte Wasser getauchte Tuch stark ausgewrungen. Da der Kaltreiz deutlich verkürzt ist, wird dem Körper nur geringfügig Wärme entzogen. Schon nach kurzer Zeit erreicht der Wickel die Körpertemperatur. Da zwischen dem Körper und dem nassen Tuch eine Dunstschicht entsteht, die nicht „verdampfen" kann, staut sich die Wärme. Um einen guten Effekt zu erzielen, sollte man den Wickel rund eine bis anderthalb Stunden angelegt lassen. Empfindet der Patient den Wickel als zu kalt, sollte man ihm eine Wärmeflasche oder ein warmes Getränk verabreichen. |
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