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Bei welchen Leiden werden Blutegel eingesetzt?
Befürworter dieser Methode empfehlen die Egeltherapie bei Venenentzündungen mit Thrombosen, Stauungen in Venen und Lymphgefässen, rheumatischen Entzündungen, Abszessen und Furunkeln, Migräne und Nebenhöhlenentzündungen.
Die Behandlung mit Blutegeln bei diesen Erkrankungen ist eigentlich nur empfehlenswert, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten bislang zu keinem Erfolg geführt haben.
Für die Behandlung werden die medizinisch sterilen Blutegel mit dem Kopfende auf die entsprechende Hautstelle gesetzt, die zuvor mit einem Skalpell leicht eingeritzt wurde. Das Tier saugt sich mit seinen drei Kiefern, die mit scharfen Zähnchen besetzt sind, sofort fest. Das Hirudin, dass dabei freigesetzt wird, macht das Blut an der Saugwunde ungerinnbar. Nach etwa einer Stunde fallen sie von alleine ab. Bis dahin haben sie dem Patienten rund 8 bis 10 Milliliter Blut abgesaugt. Lösen sich Blutegel nicht ab, werden sie mit Salz bestreut, damit die Tiere absterben. Die Entsorgung der Tierchen erfolgt in der Apotheke.
Der Biss erzeugt eine Wunde in Form eines dreistrahligen Sternes. Sie blutet noch etwa 24 Stunde nach. Dadurch gehen weitere 40 Milliliter Blut pro Egel verloren. Pro Behandlung dürfen nur sechs Blutegel gleichzeitig angelegt werden. |
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