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Liebe geht durch die Nase

Schöne Augen, großer Mund, Charaktereigenschaften oder Ausstrahlung
Alles eine Frage des Geruchs
Schnüffel-Test
Schutz vor Inzucht
Kuss ist nicht gleich Kuss
Von Unterwäsche und Intimgeruch...

Schöne Augen, großer Mund, Charaktereigenschaften oder Ausstrahlung:
Die Anziehungskräfte zwischen Menschen sind vielseitig; doch warum sie sich so zu ihm hingezogen fühlt und was ihn an ihr reizt, diesem Phänomen der Chemie der Liebe, versuchen Forscher mittels molekularbiologischen Methoden an der Humboldt-Universität Berlin immer wieder auf den Grund zu gehen. Dabei kamen sie zu folgendem Ergebnis:
In der Liebe spielt die Chemie eine bisher unterschätzte Rolle!

Alles eine Frage des Geruchs – aus der Sicht der Wissenschaft
Nicht nur Glück oder Zufall können zwei Menschen zueinander führen. Auch die genetische Veranlagung und Naturgesetze, ob zwischen einem Paar die Chemie stimmt oder nicht, sind von großer Bedeutung. Jeder Mensch zeichnet sich durch sein angeborenes charakteristisches Duftprofil aus. Spezifische Gewebemerkmale des Organismus prägen den Körpergeruch einer Person. Diese sind im sogenannten Haupt-Histokompatibilitätskomplex (HLA) gebündelt. Fast jede Zelle des Körpers ist mit diesen HLA-Molekülen verknüpft. Die körpereigenen Duftstoffe bilden ein sogenanntes molekulares Erkennungszeichen und machen dadurch jeden menschlichen Organismus zu etwas Einmaligem. Je unterschiedlicher das Gewebemerkmal, so die Erkenntnisse der Forscher, desto angenehmer empfinden zwei Menschen den Körpergeruch des anderen. Auch die Forschung mit Mäusen ergab, dass sich deren Partnerwahl nach den HLA-Molekülen richtet. Sie paaren sich nur mit dem Nager, der ein unterschiedliches Gewebemerkmal trägt.

Schnüffel-Test
Eine an der Universität in Bern durchgeführte Untersuchung zeigte auf, dass Menschen ihren Partner an den passenden HLA-Molekülen erkennen. Aufgrund der unterschiedlichen Gewebemerkmale können sich zwei Menschen im sprichwörtlichen Sinne gut riechen. T-Shirts von freiwilligen Männern dienten dabei als Duftprobe. Die dabei zur Verfügung stehenden Testpersonen trugen ihre Hemden drei Tage lang. Um das Versuchsergebnis jedoch nicht zu verfälschen, wurde während dieser Zeit auf Alkohol, Nikotin und Knoblauch ganz verzichtet. Anschließend gaben dann zwölf weibliche Probeschnüfflerinnen auf einer Skala der Sinneseindrücke – von antörnend bis unsympathisch – eine persönliche Meinung über ihre Geruchsempfindungen ab. Bestimmte Anmerkungen über Erinnerungen an Väter, Partner oder Ex-Liebhaber konnten zusätzlich von Nutzen sein.
Die Schnüffelstudie ergab Folgendes: Die weiblichen Versuchspersonen fühlten sich immer dann von den Duftproben abgestoßen, wenn der entsprechende Mann ähnliche HLA-Moleküle aufwies. Wohingegen die Geruchsstoffe der Männer mit gegensätzlichem Gewebemerkmal als besonders anziehend, attraktiv und sexy beurteilt wurden.

Schutz vor Inzucht
Die an den Zellen andockenden HLA-Moleküle bringen die körpereigene Abwehr ins Rollen. In die Zelle eingedrungene Eiweißstoffe, Bakterien und Viren verändern die Struktur der HLA-Moleküle. Dadurch bemerken die Immunzellen den Erreger sofort und zerstören die infizierte Zelle einschließlich „Feind". Aufgrund des Einflusses der HLA-Moleküle auf die Abwehrfähigkeit des Organismus, entwickeln Kinder von HLA-unterschiedlichen Eltern ein stärkeres Immunsystem. Aus evolutionstheoretischer Sicht ergibt das durchaus einen Sinn: diese duftgesteuerte Vorliebe für einen genetisch andersartigen Partner fördert einen starken Nachwuchs und die geruchsbezogene Antipathie gegenüber etwas Gleichartigem dient als angeborener Schutz vor Inzucht!
Die Forscher wissen inzwischen, dass die Anlagen der HLA-Moleküle, die den Körpergeruch ausmachen, unmittelbar neben den Genen liegen, die unseren Geruchssinn bestimmen. Und genauso wie die Gestaltung der HLA-Moleküle sind auch die Geruchsrezeptoren für die Duftsignale in der Nase genetisch festgelegt. Das bedeutet also für die Partnerwahl: Der individuelle Duft ist nur dann mit Erfolg gekrönt, wenn er auf eine Nase trifft, die die entsprechenden Geruchsrezeptoren dafür besitzt. Die Anziehung zwischen zwei Menschen ist also ganz wesentlich eine Frage des Geruchs.

Kuss ist nicht gleich Kuss
Wissenschaftler behaupten, dass sich beim Küssen ebenfalls zeigt, ob die Chemie zwischen zwei Menschen stimmt oder nicht. Denn über den Speichel wird auch eine Art biologischer Signale ausgesandt. Es gibt eine physiologische Erklärung dafür, ob ein Paar zueinander passt oder nicht:
Die sensiblen Nervenstränge in Lippen, Zunge und Mundschleimhaut sind besonders empfänglich für sexuelle Reize. Nicht nur bezüglich der Stärke des Drucks oder des Saugens beim Küssen variiert das Empfinden. Eine Ursache für die spezifische Anziehungskraft zwischen zwei Personen sind außerdem die unterschiedlichen Gewebemerkmale, die den individuellen Duftstoff ausmachen. Die für das Riechen zuständigen Nervenzellen in der Nase liegen nämlich sehr nahe beim Mund. Man fühlt, schmeckt und riecht den anderen also buchstäblich beim Zungenkuss.

Von Unterwäsche und Intimgeruch ...
Dass der richtige Riecher im modernen Liebesleben eine wichtige Rolle spielt, belegte auch eine Umfrage bei 432 Personen an der Universität Bremen. 67% der Frauen riechen schon mal verstärkt an Kleidungsstücken, um gut einzuschlafen oder sich ihrem Partner nah zu fühlen. Während Frauen an T-Shirts oder Hemden schnüffeln, bevorzugen Männer eher intimere Wäsche. 7% der befragten Testpersonen gaben an, sich gelegentlich nasal in Stimmung zu bringen . Noch weniger Personen zeigen einen echten Fetisch (siehe
Liebeslexikon) für Unterwäsche. Der Intimgeruch ist entscheidend für Lust oder Frust im Bett. Nur ein Drittel der Befragten fühlen sich durch den Geschlechtsduft selbst stimuliert. Zwei Drittel bevorzugen „frisch geduscht" und etwa die Hälfte stehen auf Eigengeruch – Natur pur, aber bitte nicht zuviel!

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