ANZEIGEN
 
 
linie_oben

Eifersucht

„Eifersucht ist eine Leidenschaft,
die mit Eifer sucht, was Leiden schafft."
(Friedrich Schleiermacher)

Einleitung
Ursachen
Wodurch macht sie sich bemerkbar?
Eifersucht - krankhaft oder ganz normal
Eifersucht - eine Männerkrankheit?
Was bei Eifersucht hilft

Einleitung
Eifersucht ist eine quälende Gefühlsmischung, die sich z.B. durch Minderwertigkeitskomplexe, Mißgunst, Angst, Wut, Rachegelüste und Aggressivität bemerkbar macht. Meist haben Eifersüchtige diese Gefühle immer gleichzeitig begleitet von Antriebs- und Freudlosigkeit. Und gerade deswegen ist die Eifersucht für die meisten so schwer auszuhalten, es kann manchen Betroffenen das Leben regelrecht zur Hölle machen. Das Ergebnis einer Umfrage der Gesellschaft für Rationelle Psychologie zeigt, dass etwa 80% aller Frauen und Männer zur Eifersucht neigen. 28% der Frauen und 32% der Männer sagen von sich selbst, dass sie „extrem eifersüchtig" sind.

Ursachen
Im Vergleich zu 1980 ist der Anteil bei den Männern ums dreifache, bei den Frauen ums doppelte gestiegen. Doch was ist der Grund für diese steigende Tendenz? Heutzutage versucht man sich an den Partner zu klammern, gerade in einer Gesellschaft, in der dauerhafte Beziehungen immer seltener zu sein scheinen. Dieser wird zum Zentrum des eigenen Lebens – er soll alle Wünsche erfüllen, soll Glück liefern, Geborgenheit, Sicherheit und Befriedigung. So sind solche Menschen besonders stark von der Eifersucht betroffen, die ihr Lebensglück von ihrem Partner abhängig machen, anstatt Glück und Freude auch durch andere Bereiche des Lebens, wie z.B. Freunde, Familie oder Arbeit, zu finden. Die Angst verlassen zu werden, weil der Partner womöglich jemand anderes kennenlernen könnte, ist ihr ständiger Begleiter.

Wodurch macht sie sich bemerkbar?
Eifersucht hat verschiedene Facetten: wenn z.B. der Partner fremd geht, ist es für den Betroffenen nicht nur ein Vertrauensbruch, sondern gleichzeitig eine Demütigung und Ausgrenzung.
Laut der Psychoanalytikerin und Paartherapeutin Marina Gambaroff sind insbesondere „nagende Selbstwertängste" ein typisches Merkmal der Eifersucht. Es können Haßgefühle gegenüber dem Konkurrenten wie auch dem Partner entstehen. Eifersucht spiegelt sich außerdem in tiefem Selbsthaß wieder infolge von Minderwertigkeit und Unterlegenheit. Darüber hinaus empfinden diese Menschen die Eifersucht selbst als ein Gefühl der Schwäche, und befürchten gerade dadurch ihren Partner nur noch mehr zu vergraulen.

Eifersucht – krankhaft oder ganz normal
Auf der einen Seite gibt es die natürliche Eifersucht z.B. als Reaktion auf einen drohenden Liebesentzug bzw. –verlust oder aufgrund mangelnder Anerkennung von Seiten des Partners. Darüber hinaus kann Eifersucht aber zu einer regelrechten Manie ausarten. Dieses krankhafte, übertriebene Gefühl ist ständig präsent und entsteht ohne realen Grund. Der Betroffene wird dermaßen von diesem Zustand beherrscht; das macht sich durch tiefe innere Unruhe und lückenlose Kontrolle des anderen bemerkbar. In so einem Fall ist es meistens ratsam, therapeutische Hilfe zu suchen. Wer von sich allerdings behauptet, Eifersucht noch nie empfunden zu haben, läuft laut Psychologen Gefahr, seine Eifersuchtsgefühle zu verdrängen. Als mögliche Folge kann es dann zu psychischen und physischen Störungen kommen. In Zukunft soll sogar Eifersucht als psychosomatische Erkrankung in die Liste der Weltgesundheitsorganisation WHO aufgenommen werden.

Eifersucht – eine Männerkrankheit?
Laut Studienergebnissen zum Thema Eifersucht bestehen deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen: Ist der Mann seiner Frau untreu, leidet sie - Männer hingegen verlieren die Fassung, wenn sie betrogen werden; Sie fühlen sich in ihrer Ehre als Mann gekränkt. Eifersucht ist nicht nur quälend und zermürbend, diese Gefühlsmischung kann unter Umständen auch gefährliche Ausmaße annehmen: Über 90% der Partnertötungen durch Eifersucht werden von Männern verübt, jedoch mit widersprüchlichem Motiv: Nur um ihre Frau nicht zu verlieren, sind Männer fähig, einen Mord zu begehen. Die Eifersucht richtet sich aber nicht nur gegen männliche Konkurrenten. Sie fürchten, daß durch persönliche Dinge wie Arbeit, Erfolg, Engagement, zunehmende Selbständigkeit, Freunde, Hobbys etc. ihre Partnerin sich von ihnen abwenden könnte. Diese Komponenten schlagen sich dann meistens in Neid und Eifersucht nieder. Selbst die Vergangenheit der Frau, frühere Beziehungen zu Männern können ihnen ein Dorn im Auge sein.

Was bei Eifersucht hilft
Viele Menschen versuchen auch, bewusst gegen ihre Eifersucht anzugehen. Um dieses Gefühl längerfristig in den Griff zu bekommen, sollte man eben nicht nur in der Partnerin/dem Partner das persönliche Glück sehen. Es ist wichtig, sich auch bewußt anderen Dingen des Lebens, wie z.B. Freunden und Familie, Hobbys etc., zuzuwenden und sich nicht zu sehr auf den Partner/die Partnerin konzentrieren.

Äußere oder  innere Werte?   Liebe geht durch die Nase  
Treue oder Partnerwechsel?   Eifersucht  Traummann - Traumfrau 
 
Fit für die Liebe   Das Geheimnis der männlichen Potenz

linie_unten
Weitere Themen

pfeil3 

Verhütung

pfeil3 

Das erste Mal

pfeil3 

Partnerschaftstest -
Wer passt zu wem?

pfeil3 

Sexualität und Partnerschaft

pfeil3 

Was Sie schon immer über Sex wissen wollten

pfeil3 

Liebeslexikon

pfeil3 

Buchtipps