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Unfruchtbarkeit
Wissenschaftler der Umweltstiftung WWF-Deutschland haben in der weltweit größten Studie die Spermienkonzentration bei 36 000 Männern untersucht. Dabei kam es zu recht unterschiedlichen regionalen Ergebnissen: In Leipzig ist die Spermienkonzentration um 34% zurückgegangen, in Magdeburg schon um 47% und in Hamburg lag die Quote bei ganzen 70%. In Magdeburg ist bei fast der Hälfte der Testpersonen eine Spermienkonzentration ermittelt worden, die unterhalb der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegten Fruchtbarkeitsgrenze liegt. Diese ist mit 20 Millionen Spermien pro Milliliter Samenflüssigkeit festgesetzt. Ein Grund für diese Veränderung können Umweltgifte, insbesondere Industriechemikalien (beispielsweise Plastikflaschen und Innenbeschichtungen von Blechdosen sowie Industriereiniger oder Autoinnenausstattungen etc.) und Pestizide sein. Diese scheinen bei Tieren wie Hormone zu arbeiten und schädigen somit das Immunsystem und die Fortpflanzungsfähigkeit, so die Bremer Chemieexpertin des WWF Patricia Cameron. Ähnlich können sich Umweltgifte dann auch bei Männern auf die Fruchtbarkeit auswirken: Der Anteil missgebildeter Spermien steigt und ihre Beweglichkeit verschlechtert sich. Trotz alledem: Panikmache ist nicht nötig, die Menschheit fällt deswegen nicht gleich unter Artenschutz! |