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Vom Liebespaar zum Elternpaar – diese Entwicklung ist nicht ganz einfach und erfordert für beide Partner viel Arbeit: Auch wenn die Frau den ganzen Tag zuhause ist: ein Kind zu versorgen ist ein Vollzeitjob. Das Füttern, die Pflege, das Ausfahren oder ein Kind zu beschäftigen nimmt täglich rund 10 Stunden – und manchmal auch mehr - in Anspruch. Da die Bedürfnisse des Kindes eigentlich immer zuerst gestillt werden, bleibt für die Mutter keine Zeit mehr übrig, ihren eigenen Bedürfnissen nachzugehen. Sich in Ruhe der Körperpflege widmen, den Haushalt in den Griff zu bekommen oder etwas leckeres zu kochen ist so gut wie gar nicht mehr möglich. Hinzu kommt, dass die meisten Kinder nachts noch gestillt oder gefüttert werden müssen oder sind einfach wach sind, weil sie noch keinen Tag-Nachtrhythmus haben. Die Frauen sind dadurch völlig übermüdet. Kaum eine Mutter nimmt sich die Zeit, sich hinzulegen und auszuruhen, wenn das Kind tagsüber schläft, sondern versucht, das häusliche Chaos so gut es geht in den Griff zu bekommen. Die meisten Mütter hoffen, dass sich der Mann nach Feierabend sofort dem Kind zuwendet, damit sie endlich ein, zwei Stunden für sich haben, um ihren Bedürfnissen nachzugehen. Doch für den Mann stellt sich die Situation häufig völlig anders dar. Den ganzen Tag verbringt er an seinem Arbeitsplatz und muss ebenfalls vollen Leistungseinsatz zeigen. Und wenn er abends nach Hause kommt, wird von ihm erwartet, dass er mit ganzer Energie im Haushalt hilft, der Mutter das Kind abnimmt und sich noch um die alltäglichen Erledigungen kümmert. Die Frau schenkt ihre Liebe und Aufmerksamkeit nur noch dem Kind, Probleme oder Stress am Arbeitsplatz werden schlichtweg ignoriert und an sexuelle Bedürfnisse ist überhaupt nicht mehr zu denken. Und nicht selten ist die finanzielle Situation noch eine zusätzliche Belastung und die große Verantwortung kaum noch zu tragen. |
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