Der
Magen ist ein muskulöser, gebogener Behälter, der die
Nahrung durch Kontraktionen von der Speiseröhre zum Zwölffingerdarm
transportiert. Die dicke Magenschleimhaut enthält einen salzsäurehaltigen
Magensaft und Enzyme: Proteine, die chemische Reaktionen im Körper
beschleunigen. Verdauungsenzyme bauen im Darm die Nahrung ab. Die
Schleimhaut, die sich alle drei Tage neu bildet, verhindert, daß
die Mageninnenwand sich selbst verdauen kann. Durch die stark ätzende
Magensäure wird die Nahrung von Krankheitserregern befreit
und für die weitere Verdauung präpariert. Der mit Magensaft
durchsetzte Brei gelangt anschließend portionsweise in den
Dünndarm (Intestinum tenue).
Wenn die Magenmuskulatur
arbeitet, obwohl der Magen bereits leer ist, fängt dieser
an zu "knurren": Er kontrahiert, ohne daß es etwas
zu verdauen gibt. Das dabei eintretene Hungergefühl signalisiert
unserem Gehirn, daß es an der Zeit ist, wieder etwas zu
essen.
Der Magen
faßt etwa 1,5 Liter Nahrung. Ein besonderes Gehirnhormon
- das Cholesystokinen - reguliert das Hungergefühl. Bei manchen
Menschen ist es in hohem, bei anderen nur in geringem Ausmaß
vorhanden. Letztere haben daher besonders häufig das Bedürfnis,
etwas zu essen. Aus diesem Grunde wird das Hormon in der Medizin
auch als Mittel bei Ernährungsstörungen eingesetzt.
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