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Der
Dickdarm hat einen Durchmesser von etwa sechs Zentimetern und
ist ungefähr 1,5 Meter lang. Er dient dazu, dem Darminhalt
das Wasser zu entziehen. Millionen von Coli-Keimen im Dickdarm
sind an der Verdauung und Synthese von bestimmten Nahrungssubstanzen
beteiligt. Diese Funktion bewirkt auch die Bildung von Gasen und
damit Geruchsbildung. Der Mensch stößt pro Tag etwa
einen halben Liter Darmgase aus.
Durch die
Darmperistaltik wird der feste Stuhl in den Mastdarm transportiert
und dort gespeichert. Sechs Abschnitte werden beim Dickdarm unterschieden:
Den Anfang machen Blinddarm und Wurmfortsatz (Appendix). Ihre
Funktion ist unbekannt. Wegen der hohen Anzahl an Lymphozyten
in diesem Gewebe werden aber Zusammenhänge mit dem Immunsystem
angenommen.
Es folgen
der aufsteigende, der querliegende und der absteigende Dickdarm,
der in einer S-Schlinge, genannt Sigmaschlinge, mündet. Diese
führt weiter in den Mastdarm (Rectum) und endet im Analkanal
(Anus).
Der Analkanal
ist von einem inneren und einem äußeren Schließmuskel
umgeben. Der innere Schließmuskel wird vom autonomen Nervensystem
gesteuert. Er erschlafft beim Kontakt mit dem Stuhl und läßt
ihn in den oberen Analkanal gleiten. Der äußere Schließmuskel
arbeitet willkürlich und erschlafft erst dann, wenn wir ihm
den Impuls dazu geben.
Über
den Dickdarm (Colon) werden unverdauliche Nahrungsbestandteile,
Darmbakterien und abgestorbene Zellen ausgeschieden. Wie schon
der Name sagt, ist er dicker als der Dünndarm.
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