|
Das
etwa vierzig Zentimeter lange, röhrenförmige, graue
Rückenmark hat die wichtige Funktion der Signalübermittlung
im zentralen Nervensystem. Ohne
dieses "Informationskabel", das einen Durchmesser von
etwa einem halben Zentimeter hat, könnten wir unsere Handlungen
nicht steuern.
Das Mark besteht
aus Nervenzellen, die einen Gewebestrang bilden. Dieser erstreckt
sich etwa fingerbreit von der Unterseite des Gehirns über
den Wirbelkanal bis in den Bereich des zweiten oder dritten Lendenwirbels.
Im Mark verlaufen
vom Gehirn zum peripheren System und in umgekehrter Richtung sensorische
und motorische Nervenzellen. Das Rückenmark hat dabei die
Funktion einer Leitung, in der die Nervenzellen entsprechend ihren
Aufgaben geschaltet und weitergeleitet werden. Es wiegt nur etwa
25 Gramm und befindet sich im Inneren der Wirbelsäule, so
daß das Risiko einer Beschädigung relativ gering ist.
Verletzungen des Rückenmarks können zu Wahrnehmungsstörungen
oder Lähmungen führen.
Auch einfache
Reflexe werden vom Rückenmark aus gesteuert. Bei einem entsprechenden
Reiz werden die sensorischen und motorischen Nervenzellen direkt
geschaltet, was zu sehr schnellen Reaktionen führt. Wenn
beispielweise jemand versehentlich mit der Hand eine heiße
Herdplatte berührt, bewirkt die direkte Schaltung, daß
die Hand blitzschnell zurückzuckt.
|