Wenn
wir nicht gerade liegen, dann erfordert jede unserer Haltungen und
Bewegungen die Betätigung von Muskeln. Allein die Augenmuskeln
bewegen sich über hunderttausendmal am Tag. Zum Stirnrunzeln
sind über vierzig Muskeln erforderlich, zum Lächeln
dagegen nur siebzehn.
Immer sind
die Sinnesorgane, die Nerven und das Gehirn daran beteiligt, wenn
wir unsere Muskeln betätigen. Das Gehirn reagiert auf Sinneseindrücke
und gibt entsprechend Anweisungen, wie wir unsere Muskeln einsetzen
müssen. Ermöglicht wird dieses Zusammenspiel durch ein
Nerven-Netzwerk, das vom Gehirn aus über das Rückenmark
zu den Muskeln führt. Manche dieser Faserbündel arbeiten
aber auch unwillkürlich: Die Organmuskulatur ist ununterbrochen
in Aktion, ohne daß wir sie bewußt steuern können.
Insgesamt
machen die 656 Muskeln, die wir haben, vierzig Prozent des Körpergewichts
aus und sind damit weitaus schwerer als das Skelett mit zwölf
Prozent.
Man unterscheidet
drei Arten von Muskeln: die willkürliche,
quergestreifte Muskulatur, die unwillkürliche,
glatte Muskulatur und den Herzmuskel
als eine Mischform zwischen diesen beiden Arten.
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