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Die
Nebennieren, die wie Kappen auf den Nieren aufliegen, regulieren
den Wasser- und Salzhaushalt des Körpers und unterstützen
ihn bei der Bewältigung von "Notsituationen". Die
Nebennieren bestehen aus zwei unterschiedlichen Geweben: inneres
Nebennierenmark und Nebennierenrinde.
Das innere
Nebennierenmark produziert die Hormone Adrenalin und Noradrenalin.
In Gefahren- oder Streßsituationen wird Adrenalin aus dem
Nebennierenmark in die Blutbahn abgegeben. Dadurch erhöht
sich die Herzschlagfrequenz, und die Blutgefäße der
Haut und der Eingeweide verengen sich; daher der Spruch: "Er
bekam kalte Füße". Das Blut steht der arbeitenden
Muskulatur zur Verfügung, und der Blutdruck steigt an. Gleichzeitig
wird der in Leber und Muskeln gespeicherte Zucker zu Einfachzucker
abgebaut, damit der Körper mehr Energie zur Verfügung
hat.
Die Nebennierenrinde
produziert drei Arten von Steroidhormonen mit unterschiedlichen
Funktionen:
Aldosteron
reduziert die Salzausscheidung über die Nieren und erhöht
damit den Wassergehalt des Körpers.
Die Abgabe
von Aldosteron wird durch das in der Niere produzierte Renin
gesteuert. Ist der Aldosteronspiegel zu gering, produziert die
Niere verstärkt Renin.
Bei gesteigertem
Energiebedarf des Körpers erhöht Kortison den
Blutzuckerspiegel. Es wandelt Eiweiß in Zucker um und arbeitet
so mit den Hormonen Adrenalin und Glukagon zusammen, die ebenfalls
den Blutzuckerspiegel erhöhen. Ein hoher Kortisonspiegel
bewirkt eine verringerte Infektabwehr des Körpers.
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