Die
ovalen, etwa dreieinhalb Zentimeter langen Eierstöcke (Ovarien)
liegen zu beiden Seiten der Gebärmutter im Becken der Frau.
Sie sind die weiblichen Fortpflanzungsorgane, die in ihrer Funktion
dem Hoden des Mannes entsprechen. Beide Eierstöcke produzieren
Eizellen und geben sie in die Eileiter ab, normalerweise eine Eizelle
in einer Periode. Im Eierstock, der auch als endokrine Drüse
funktioniert, liegen jeweils gleichzeitig Eizellen in verschiedenen
Reifestadien. Jede von ihnen ist von einem Bläschen (Follikel)
umgeben. Beim Eisprung, der in der Mitte des Monatszyklus stattfindet,
reißt der Follikel ein, und die reife Eizelle wird zusammen
mit den Follikelzellen in die Bauchhöhle geschwemmt. Dort nimmt
sie der Eileiter auf und bringt sie zur Gebärmutter.
Der Zyklus,
der von der Hirnanhangdrüse
(Hypophyse) gesteuert wird, ist das Zeichen der Fruchtbarkeit
einer Frau. Er dauert vom ersten Tag der Regelblutung bis zum
ersten Tag der nächsten. Dazwischen liegen ungefähr
28 Tage.
In der ersten
Phase des Zyklus steigt die Produktion des Hormons Östrogen
an. Dadurch wächst die Gebärmutterschleimhaut und verringert
die Zähigkeit des Gebärmutterhalssekretes, um den Samenzellen
so das Eindringen zu erleichtern. Zwei Wochen vor Beginn der nächsten
Regelblutung wird ein spezielles Hormon ausgeschüttet, das
dreißig Stunden später den Eisprung bewirkt. Die reife
Eizelle gelangt in den Eileiter (Tuba uterina), wo normalerweise
auch die Befruchtung stattfindet. Die Follikelzellen bilden durch
das Einlagern von Fettsubstanzen den sogenannten Gelbkörper.
Neben Östrogen produzieren sie auch das Hormon Progesteron.
Dieses Hormon bewirkt, daß die Schleimhaut Flüssigkeit
speichert und die Drüsen Nährstoffe produzieren. Falls
keine Befruchtung stattfindet, bildet sich der Gelbkörper
zurück und beendet seine Hormonproduktion. Durch das Sinken
des Progesteronspiegels ziehen sich die Blutgefäße
zusammen, so daß die aufgebauten Schleimhautteile nicht
mehr versorgt werden und absterben. Sie werden bei der nächsten
Regelblutung abgestoßen.
Bei einem
neugeborenen weiblichen Menschen enthalten die Eierstöcke
ungefähr zwei Millionen Eier, von denen 300.000 bis zur Pubertät
überleben. Nur etwa 450 von ihnen reifen im Leben einer Frau
heran.
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